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18. Februar 2008

Eine Halbe Million Dänen/innen sind dem Druck der Gewerkschaften ausgesetzt

Jede(r) fünfte Angestellte(r) auf dem dänischen Arbeitsmarkt ist dem Druck ausgesetzt, Mitglied einer bestimmten Gewerkschaft zu sein. Im Jahr 2006 konnte Kristelig Fagbevægelse einen eindeutigen Sieg über das dänische Geschäftsschlussabkommen vor dem Europäischen Gericht für Menschenrechte in Straßburg verbuchen. Das Geschäftsschlussabkommen besagte, dass eine Einstellung eventuell von der Mitgliedschaft bei einer spezifischen Gewerkschaft abhängt.

Die Closed shop agreements wurden 2006 verboten und 19 Prozent auf dem dänischen Arbeitsmarkt konnten vom Druck berichten, dem sie ausgesetzt waren, um Mitglied einer spezifischen Gewerkschaft zu sein. Heute sind 21 Prozent diesem Druck ausgesetzt (was rund einer Halben Million Menschen entspricht) – wie eine Studie des Meinungsforschungsinstitut MEGAFON feststellte.

Die dänische Regierung hat den Entscheid des Europäischen Gerichts für Menschenrechte sofort umgesetzt und die die Closed shop Agreements gesetzlich verboten. Dies bedeutet, dass es illegal ist, wenn für eine Personaleinstellung oder –Entlassung die Nichtzugehörigkeit oder die Zugehörigkeit zu einer Gewerkschaft eine wichtige Rolle spielt.
Schon zum damaligen Zeitpunkt wies die Kristelig Fagbevægelse auf eine gesetzliche Lücke hin, da der Druck durch Gewerkschaften auf das tägliche Leben nicht verboten war. Deshalb schlug Kristelig Fagbevægelse ein Verbot der Diskriminierung vor, die auf die Wahl von Gewerkschaften basiert – genau wie das schon bestehende Verbot der Diskriminierung basierend auf Geschlecht, Rasse, Glaubensbekenntnis, sexuelle Tendenz, usw.

Die laufende Studie zeigt, dass ein Verbot der Diskriminierung wegen der Wahl der Gewerkschaft ein guter Gedanke sein könnte. Wir haben die Regierung und diverse Politiker/innen Folketinget kontaktiert, um die Aufmerksamkeit auf die Anforderung zu lenken, etwas unternehmen zu müssen, um dem Druck durch die Gewerkschaften auf den dänischen Arbeitsmarkt vorzubeugen – meint Herr Søren Fibiger Olesen – der Präsident von Kristelig Fagbevægelse.

Der dänische Minister für Beschäftigung, Herr Claus Hjort Frederiksen, begrüßt den Vorschlag der Kristelig Fagbevægelse. Am 22. Januar äußerte er dem Jyllands-Posten gegenüber, Dänemarks Zeitung mit der höchsten Auflage: "Es ist wesentlich, dass niemand dem Druck ausgesetzt ist, Mitglied einer bestimmten Gewerkschaft zu werden. Seit Jahren ist unser Kampf diesem Thema gewidmet und wir können nicht tolerieren, dass der Druck erneut durch eine Hintertür durch Mobbing erneut Einzug hält.

Quelle: Kristelig Fagbevægelse