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29. April 2009

WOW Konferenz "Wandel der Arbeitswelt durch den demographischen Wandel"

Vertreter von christlichen Gewerkschaften aus verschiedenen Ländern Europas diskutierten anlässlich einer internationalen Tagung der WOW im April in Berlin über den Wandel der Arbeitswelt durch den demographischen Wandel.

Teilnehmer dieser Konferenz waren: CNV Dienstenbond (Christelijk National Vakverbond), Niederlande; CFTC (Confédération Francaise des Travailléurs Chrétién), Frankreich; KRIFA (Kristelige Fagbevægelse), Dänemark; FCG/GPA (Fraktion Christlicher Gewerkschafter/Gewerkschaft der Privatangestellten), Österreich; CGM, CGB und DHV, Deutschland.

Die World Organization of Workers (Weltorganisation der Arbeitnehmer), in der sich christliche Gewerkschaften zusammengeschlossen haben, kämpft weltweit für die Rechte der Arbeitnehmer. Um die Arbeitssituation gerade auch von älteren Arbeitnehmern in den mittel- und westeuropäischen Ländern zu verbessern, treffen sich die Vertreter der europäischen Mitglieder der WOW regelmäßig zum Erfahrungsaustausch. Die gesammelten Erkenntnisse werden dazu genutzt, um die gemeinsame europäische Strategie zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen weiter fortzuentwickeln.

Die Teilnehmer der Konferenz diskutierten während der zweitägigen Dauer der Tagung über die verschiedenen Auswirkungen des demographischen Wandels in ihren jeweiligen Ländern. Gerade die Frage eines gleitenden Rentenübergangs älterer Arbeitnehmer steht hierbei ganz besonders im Focus der Überlegungen. Aber auch die Auswirkung der Finanzkrise in den verschiedenen Ländern war natürlich ein Thema dieser Konferenz. Hier wurden insbesondere die Fragen von Kurzarbeit, drohenden Entlassungen und die Folgen für die Rentensysteme diskutiert.

Deshalb hatte man mit dem Präsidenten der Deutschen Rentenversicherung Bund, Herrn Dr. Herbert Rische, einen kompetenten Gesprächspartner eingeladen, der anhand der Finanzkrise die Vorzüge der deutschen Rentenversicherung gegenüber eines überwiegend kapitalmarktfinanzierten Systems darstellte. Herr Dr. Rische erläuterte dabei, dass das deutsche System des Umlageverfahrens weit weniger anfällig auf die Finanzkrise reagiert als andere Rentenversicherungsarten. Es entwickelte sich eine breite Diskussion über die verschiedenen Systeme in Europa, wobei auch die Probleme der Altersvorsorge in anderen europäischen Ländern aufgezeigt wurden, welche durch die Finanzkrise weit stärker betroffen sind.

Die Konferenzteilnehmer waren sich mit Herrn Dr. Rische einig, dass die Tarifpartner auch in Zukunft Regelungen auf den Weg bringen müssen, die einen sanften Übergang in die Rente ermöglichen. Solche Regelungen tragen eben auch mit dazu bei, das bewährte deutsche Rentensystem zu stützen.

Martin Grießer, CGM Stuttgart