09. April 2010
Beruf-Lebens-Balance und Gleichheit

Gemeinsam mit dem EZA, CNV und EO/WOW hat die Christliche Gewerkschaft Dänemarks (KRIFA) ein Europaseminar über die Herausforderungen und Möglichkeiten abgehalten, die zu einer besseren Beruf-Lebens-Balance und zu mehr Gleichheit in Europa führen. Die Konferenz wurde von Vertretern aus Gewerkschaften und anderen Organisationen in den Niederlanden, Deutschland, Österreich Makedonien, Frankreich, Malta, Litauen, Serbien, Italien, Spanien und Dänemark besucht.
Themen der Konferenz:
- Verbindungen zwischen Beruf-Lebens-Balance und Chancengleichheit. Wie können sowohl Männer als Frauen Kinder und Beruf unter einen Hut bringen und wie man sich eher auf Visionen beziehen sollte anstatt status quo anzunehmen, um somit bessere Ideale zu erzielen.
- Was sind die Probleme für Männer und Frauen in diesen Zusammenhang und was wurde im Rahmen des EZAs unternommen?
- Was können wir in einer Zusammenarbeit oder als Gewerkschaften im europäischen Rahmen bewerkstelligen? Wie können wir die Kommission und das Parlament beeinflussen und womit arbeiten diese Institutionen im Verband mit Beruf-Lebens-Balance?
- Was hat die KRIFA – die Christliche Gewerkschaft in Dänemark – für bessere Beruf-Lebens-Balance auf unterschiedlichen Ebenen unternommen? Besonders auf der individuellen Ebene der Mitglieder.
- Die Erfahrungen von Teilnehmer/innen aus unterschiedlichen Ländern und ihre unkonventionellen Lösungen für eine bessere Beruf-Lebens-Balance und für Gleichheit zwischen Männern und Frauen.
Die 3 Hauptschlussfolgerungen des Seminars:
- Als Organisationen müssen wir uns auf eine holistische Lösung für bessere Beruf-Lebens-Balance und Gleichheit konzentrieren. Dies bedeutet, dass sowohl auf individueller Ebene als auch auf Ebene des Arbeitsplatzes und der Ebene der nationalen und europäischen Gesetzgebung müssen angegangen werden. Es ist sehr wichtig, dass die Menschen sich der Möglichkeiten bewusst sind und auch, dass sie allen Arbeitnehmer/innen beider Geschlechter, aller Arten von Nationalitäten, allen Lohnklassen, usw. zugänglich sind.
- Es besteht eine gute Entwicklung der Gesetzgebung auf europäischer und auf nationalen Ebenen, aber wir müssen eine sehr starke Tradition bekämpfen, um zu einer besseren Beruf-Lebens-Balance und Gleichheit zu gelangen. Wir müssen die Anforderungen wahrnehmen, die die Individuen in unserer Gesellschaft aufweisen. Auch müssen wir den Menschen die Möglichkeit bieten, indem wir zum Beispiel hoch qualifizierte Kindergärten zu erschwinglichen Tarifen anbieten.
- Als Individuum müssen wir uns der persönlichen Entscheidungen, unserer Eigenverantwortung und Verpflichtungen bewusst sein. Wenn wir uns nicht mit unserem Umfeld– Ehepartner, Freunde, Kollegen, usw. – über die Beruf-Lebens-Balance austauschen und über die Art und Weise, wie wir dies handhaben würden, falls für alle involvierten Personen und Institutionen die Gefahr droht, dass schlechte Entscheidungen getroffen werden. Die Gesellschaft verlangt nach verantwortungsbewussten Arbeitnehmer/innen und Arbeitsplätzen.
Kurze Bewertung
Die allgemeine Bewertung des Seminars wäre, dass es einen neuen Rahmen für das Verständnis der Beruf-Lebens-Balance und der Geschlechtergleichheit geliefert hat. Zahlreiche Teilnehmer/innen konzentrierten sich anfänglich auf den wirtschaftlichen Aspekt, aber schon bald wurde der politische ins Auge gefasst. Gemeinsam können wir das erreichen, was wir wünschen, falls wir Traditionen und Auffassungen herausfordern und wir können sowohl für Arbeitnehmer/innen als auch für Arbeitsplätze zu einer Win-Win-Situation gelangen. Viele Teilnehmer/innen meinten, dass sie in ihre Organisationen zurückkehren und versuchen würden, dies zu ändern. Der Präsident der Europäischen Organisation der Arbeitnehmer – WOW- meinte, dass er gewährleisten würde, dass EO/WOW an der Sicherung einer besseren Beruf-Lebens-Balance und Gleichheit in Europa durch Statements, Aktivitäten und Lobbyarbeit auf europäischer Ebene arbeitet.
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