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UĦM startet Initiative: Malteser Ausbildungszentrum für Maghreb und arabische Länder

Valetta, 26. Juli 2011 - Am 26. Juli startet die Gewerkschaft Ħaddiema Magħqudin (UĦM) in Malta ihre Initiative zur Gründung eines Ausbildungszentrums für junge und aktive Gewerkschafter aus dem Maghreb und den arabischen Ländern. Der Grundgedanke dahinter ist die Förderung des sozialen Dialogs und die Stärkung der sozialen Stabilität durch die Ausbildung der Gewerkschafter. Das ist erstens gut für die Menschen selber und zweitens von Interesse für das Land Malta selber, das aufgrund seiner Geschichte und seines Umfelds traditionell enge Beziehungen insbesondere zu den Maghreb-Ländern aufweist.

Zur Ausarbeitung dieser Initiative trafen sich eine Delegation von UĦM, internationale Delegierte von der Weltorganisation der Arbeitnehmer – WOW und von CFTC Frankreich mit Premierminister Herrn Dr. Lawrence Gonzi, mit dem stellvertretender Ministerpräsident und Minister für auswärtige Angelegenheiten, Herrn Dr. Tonio Borg und dem Staatssekretär im Ministerium der Finanzen, Herrn Alfred Camilleri. Alle zeigten sich sehr interessiert an der Gründung eins Ausbildungszentrums auf Malta.

Herr Gejtu Vella, Generalsekretär UĦM, stellte die Initiative mit folgendem Wortlaut vor: “Während ihrer langen Geschichte war die Gewerkschaft Ħaddiema Magħqudin ständig bemüht, ihre Kernprinzipien zu fördern, wobei sowohl die nationalen als auch die internationalen Spektren auf die Ermutigung von gesunden demokratischen Werten und auf transparenten demokratischen Institutionen beruhen. Diese demokratischen Institutionen fehlen sehr häufig in den spezifischen Ländern. Wir empfinden es als Teil unserer Verantwortung, diese Institutionen zu unterstützen und zu stärken. Außerdem fordern die Menschen Würde, Demokratie, Rechenschaftspflicht und soziale und wirtschaftliche Gerechtigkeit. Ich glaube, dass sowohl UĦM als auch das Land Malta eine wichtige Rolle zum Erreichen dieser Ziele spielen können.

Premierminister Herr Dr. Lawrence Gonzi bestätigte die große Bedeutung dieses Ausbildungszentrums. “Zum Aufbau der Demokratie spielt Sozialdialog eine ausschlaggebende Rolle. Deshalb ist die Ausbildung von jungen und enthusiastischen Gewerkschaftern ein sehr wichtiger Schritt.” Exekutivsekretär bei der WOW, Herr Bjørn van Heusden zeigte sich einverstanden, verwies jedoch auf die gleichsam hohe Bedeutung der wirtschaftlichen Stabilität. “Es funktioniert in beide Richtungen. Eine stabile und sichere Wirtschaft ergibt Raum für Dialog. Gibt es ein gewisses Niveau an Beschäftigung, dann fühlen die Menschen sich sicherer und stehen dem Sozialdialog offener gegenüber. Es ist der richtige Zeitpunkt; der nächste Schritt besteht darin, die richtigen Leute für den Job zu finden.”

Dr. Tonio Borg, stellvertretender Ministerpräsident und Minister für auswärtige Angelegenheiten, begrüßte enthusiastisch die Initiative und verwies auf die Tatsache, dass die maltesische Regierung gleichfalls eine Politik für diese jeweiligen Länder entwickelt hat. “Tatsächlich ist die Zeit für eine Veränderung gekommen. Wir müssen den Augenblick nutzen.” Sowohl Herr Borg als auch Herr Piet Nelissen, Mitglied des Vorstands der WOW, zogen den Vergleich zwischen dem, was nach dem Untergang des Kommunismus vorfiel und dem, was jetzt geschieht. Im ehemaligen kommunistischen Osteuropa mussten Sozialdialog und Demokratie neu aufgebaut werden. Dank der Unterstützung und den Bemühungen unter anderem der Gewerkschaften haben diese Länder innerhalb kurzer Zeit sehr viel aufgeholt.
Schließlich erklärte Herr Camilleri, Staatsekretär des Ministeriums für Finanzen, dass der Maghreb und die arabischen Länder ganz oben auf der Liste der Prioritäten der maltesischen Regierung stehen. Wir werden die Möglichkeiten zur Unterstützung dieser Initiative untersuchen.”

Die Regierung und die Gewerkschaft Ħaddiema Magħqudin werden schon sehr bald die Gespräche in Bezug auf die Weiterentwicklung und Umsetzung der Einführung des Ausbildungszentrums fortsetzen. Angesichts der positiven Resonanz wird eine erfolgreiche Fortsetzung erwartet. Und gleichzeitig wird damit der Grundstein für ein Institut gelegt, dass vielen Menschen große Anreize bietet, die lange Jahre gelitten haben. Für sie ist es ein Licht am Horizont.

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